TIERARZTPRAXIS HEIKE LUCKOW
HEIKE LUCKOW prakt. Tierärztin Zahnbehandlungen Osteopathie Bioresonanzbehandlung
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MÖGLICHE SYMPTOME VON ZAHNPROBLEMEN BEIM PFERD

  • Gewichtsverlust
  • vermehrtes Speicheln beim Fressen
  • Wickelkauen
  • Herausfallen von Futter
  • langsames-beschwerliches Kauen
  • Kopfschiefhaltung beim Kauen
  • Kraftfutter wird schlecht, Heu normal aufgenommen
  • Heu wird in Wasser getaucht/ Heu wird in geringer Menge aufgenommen
  • Unfähigkeit z.B. Mohrrüben abzubeißen
  • Koliken
  • Schlundverstopfungen
  • Krippenwetzen
  • viele Fasern/Körner im Kot
  • stumpfes Fell
  • genereller Leistungsabfall
  • Widersetzlichkeit beim Biegen
  • Rittigkeitsprobleme
  • Aggressivität
  • Kopfscheue
  • Steigen
  • schlechter Geruch aus dem Maul
  • einseitiger Nasenausfluß
  • Augenausfluß
  • sichtbare Verletzungen der Schleimhäute im Maul u/o an der Zunge
  • Knochenauftreibungen am Ober-u/o Unterkiefer

Oftmals zeigen Pferde aber keine Symptome oder diese nur in geringer Ausprägung. Es ist wichtig, die Zähne Ihres Pferdes regelmäßig von einem Spezialisten kontrollieren zu lassen!

 

ZAHNBEHANDLUNGEN UND SEDATION

ANMERKUNGEN ZUR SEDATION

Da in heutiger Zeit häufiger Zahnbehandlungen durchgeführt werden und diese auch sehr umfangreich geworden sind, reicht es nicht mehr aus, dem Pferd die Nasenbremse aufzulegen und die scharfen Kanten abzuraspeln. Meiner Meinung nach ist eine professionelle und tierschutzgerechte Behandlung ohne Sedation nicht möglich.

Bei der Sedation handelt es sich um eine medikamentöse Beruhigung des Pferdes, es wird nicht in Vollnarkose gelegt und fällt auch bei entsprechender Dosierung und Sorgfalt nicht um ( Der Prozentsatz solcher Nebenwirkungen liegt unter 1%). Das Medikament wird in Art und Dosierung dem Charakter, Typ und Alter des Pferdes entsprechend gewählt. Hierbei ist zu beachten, daß ein "gestresstes Pferd" schwieriger zu sedieren ist, als eines, das ruhig und gelassen ist, so daß eventuell eine Nachsedierung nötig sein kann. Auch Pferde, die unter ausgeprägten Zahnschmerzen leiden, sind oft schwieriger zu sedieren. In solchen Fällen sind Nachdosierungen und eventuell auch Leitungsanästhesien der die Zähne versorgenden Nerven nötig. Besonders zu Beginn der Sedation kann es zu leichten Störungen des Gleichgewichts mit Schwanken kommen, das die Pferde aber gut ausbalancieren. Wichtig hierbei ist ein guter Untergrund, der nicht rutschig sein sollte. Als weitere Nebenwirkung kann es zu vermehrtem Schwitzen vor allem im Kopf und Halsbereich kommen, außerdem wirken Sedativa harntreibend. Alle diese Nebenwirkungen sind reversibel und klingen gleichzeitig mit dem Nachlassen der Sedation ab.

Generell wird man eine Sedation immer so wählen, dass ein Arbeiten im Maul gut möglich ist, ohne dass das Pferd unverhältnismäßig stark sediert ist.

Zusätzlich verwende ich gerne im Vorfeld Pheromone, diese werden als Gel ca. 30min vor der Sedation unterhalb der Nüstern aufgetragen. Hierbei handelt es sich um Duftstoffe, die von der Mutterstute am Euter gebildet werden und dem Fohlen Sicherheit geben. Diesen Effekt kann man auch an erwachsenen Pferden sehen, er ermöglicht in vielen Fällen eine geringere Sedationstiefe. Gleichzeitig spritze ich älteren Pferden vor der Sedation ein homöopathisches Kreislaufstärkungsmittel.

Leider gibt es auch Umstände, unter denen ein Pferd nicht sediert werden kann. In solchen Fällen werde ich Ihnen wenn nötig empfehlen, ihr Pferd unter Klinikbedingungen behandeln zu lassen oder, wenn eine Besserung und ein Abklingen der aktuellen Symptomatik abzusehen ist, einen neuen Termin mit Ihnen vereinbaren.

 

 

Bei Pferden, die eine starke innere Spannung haben, passiert es manchmal, dass sie trotz Sedation extremen Druck auf das Maulgatter ausüben. Diese Pferde zeigen nach der Behandlung oftmals Muskelkater im Kaumuskelbereich oder auch Reizungen im Kiefergelenk. In solchen Fällen kann ich vor der Zahnbehandlung durch detonisierendes Taping der Kaumuskulatur dem Pferd zu einem entspannteren Grundtonus verhelfen.

 

Die Sedation führt zu einer Beruhigung, Entspannung und löst Ängste. Das hilft in mehreren Bereichen:

  • das Pferd neigt zu weniger Abwehrbewegungen, damit reduziert sich die Verletzungsgefahr für das Pferd und Hilfspersonen drastisch, gerade beim Arbeiten mit Maschinen und scharfen Raspeln im Pferdemaul ist das ein sehr wichtiger Aspekt, da Verletzungen hier bedrohliche Ausmaße annehmen können. Es soll nicht behauptet werden, daß es unter Sedation niemals zu einer Verletzung kommen kann, aber bei einem sedierten Pferd ist das Risiko deutlich geringer
  • die Entspannung der Muskulatur führt dazu, daß das Maulgatter leichter geöffnet werden kann und das Pferd weniger Gegendruck mit dem Kiefer ausübt, was wiederum das Verletzungsrisiko reduziert
  • das Pferd ist ein Fluchttier und hat Ängste, diese werden durch die Sedation weitestgehend aufgehoben
  • nur unter Sedation ist die nötige umfangreiche Untersuchung und Behandlung möglich, ein aus Angst des Besitzers zu gering sediertes Pferd kann nicht mit der nötigen Sorgfalt behandelt werden 

 

Oftmals wird die Sedation als psychische Zwangsmaßnahme angesehen, eine Manipulation, die zu Schäden und Streß führen kann.

Sicherlich ist eine Zahnbehandlung immer eine Manipulation und in gewissem Maße Streß für Ihr Pferd, ohne geht es aber leider nicht, so daß es unsere Pflicht als Tierärzte und Zahnbehandler ist, Ihrem Tier mit unserem Wissen und der höchsten Sorgfalt jedes unnötige Leiden zu ersparen.

Aus Erfahrung kann ich sagen, daß die Pferde nach Behandlung und Sedation entspannt und relaxt nach Futter suchen und man nicht den Eindruck gewinnt, sie wären aus dem "Gleichgewicht" geraten. Außerdem ist mir aufgefallen, daß die Pferde bei der nächsten Behandlung von vornherein viel entspannter sind, so daß ich überzeugt davon bin, daß die Sedation ein sehr nützliches Hilfsmittel ist, das nach sorgfältiger Abwägung der Risiken und des Nutzens seine Berechtigung hat.

 

Noch ein Wort zu schmerzhaften Behandlungen, wie z.B. der Wolfszahnextraktion. Selbstverständlich gilt auch hier, das Tier nicht unnötigen Schmerzen auszusetzen, so daß ein Ziehen der Wolfszähne selbstverständlich nur nach durchgeführter lokaler Anästhesie (Umspritzen des betroffenen Gebietes mit einem Lokalanästhetikum) vorgenommen wird.

 

 

WAS IST NACH DER SEDATION ZU BEACHTEN?

Ihr Pferd sollte bis zum völligen Abklingen der Sedation (2-3 Stunden nach Injektion) keine Nahrung aufnehmen. Durch die erwähnte Entspannung der Muskulatur kommt es auch zu einer Entspannung der Speiseröhrenmuskulatur, so daß eine Futteraufnahme zu einer Schlundverstopfung führen kann. Außerdem besteht das Risiko leichter Koliken. Man kann nicht exakt sagen,wie lange ein Pferd bis zum völligen Abklingen der Sedation braucht, auch hier spielen Typ (Pony, Warmblut, Kaltblut),Gesundheitszustand, Charakter und z.B. das Gewicht eine Rolle.

Die Menge und auch der Zeitpunkt der Sedation wird von mir in einem Protokoll dokumentiert, so daß diese Daten z.B. für Folgebehandlungen oder als Information für Kollegen zur Verfügung stehen.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR ZAHNBEHANDLUNG

 

WICHTIG! EINE ZAHNBEHANDLUNG KANN NUR MIT AKTIVEM TETANUSSCHUTZ STATTFINDEN. SOLLTEN SIE SICH NICHT SICHER SEIN, KLÄREN SIE DAS BITTE IM VORFELD MIT IHREM HAUSTIERARZT AB. SOLLTE DAS PFERD GEIMPFT WERDEN MÜSSEN, SO BEACHTEN SIE BITTE, DASS ERST NACH 10 TAGEN EIN AKTIVER SCHUTZ VOR TETANUS VORHANDEN IST.

 

WARUM MÜSSEN PFERDEZÄHNE BEHANDELT WERDEN?

Im Laufe der Evolution hat das Pferd sich an die Steppe angepaßt. Ein Wildpferd, daß täglich bis zu 20 Stunden in einem weitläufigen Gebiet sein Futter aufnimmt, wird kaum Zahnprobleme haben. Warum? Das Gras ist härter, gleichzeitig werden z.B. harte Substanzen wie Sand oder kleine Steinchen mit aufgenommen und zermahlen. Das Pferd legt zur Futteraufnahme große Strecken zurück, d.h. es hebt und senkt kontinuierlich den Kopf, dabei kommt es zu einem konstanten Verschieben der Kiefer im Sinne einer Vorwärts-Rückwärts-Bewegung gegeneinander.Die heutigen Haltungsbedingungen beeinhalten eine schnelle Aufnahme von energiereichem, weichem Kraftfutter und die Aufnahme von Heu oder Gras auf der Weide. Leider hat sich das Pferdegebiß nicht an diese veränderten Gegebenheiten angepaßt, die Zähne können sich unter diesen Bedingungen nicht ausreichend abnutzen, so daß es zur Bildung spitzer Kanten im Außenbereich des Oberkiefers und im Innenbereich des Unterkiefers sowie zu weiteren Veränderungen kommt. Auch die Schneidezähne können sich nicht ausreichend abnutzen, so daß eine regelmäßige Kürzung zur Aufrechterhaltung eines gesunden balancierten Gebisses erforderlich ist.

 

 

WIE OFT SOLLTEN DIE ZÄHNE BEHANDELT WERDEN?

Prinzipiell sollten die Zähne Ihres Pferdes jährlich kontrolliert und wenn nötig behandelt werden. Bei jungen Pferden bis zum Alter von 5 Jahren ist eine halbjährliche Kontrolle angeraten, ebenso kann bei älteren Pferden oder bestimmten Problemen, wie z.B. fehlenden Zähnen, eine halbjährliche Behandlung nötig sein.

 

In bestimmten Fällen sind eine oder mehrere Nachbehandlungen im Abstand von 4-6 Monaten nötig, bis ein ausgeglichenes Gebiß erreicht werden kann.

 

WAS MUSS NACH EINER ZAHNBEHANDLUNG BEACHTET WERDEN?

Am Tag der Behandlung sollte das Pferd Ruhe haben. Vor der Behandlung kann es wie gewohnt Heu fressen, Kraftfutter sollte spätestens 2h vor der Sedation gefüttert werden. In bezug auf die Fütterung nach der Behandlung bevorzuge ich, dem Patienten zu Beginn eine geringe Menge Heu aus der Hand anzubieten, damit er sich an die veränderten Verhältnisse im Maul gewöhnen kann. Oft beobachtet man hierbei, dass die Pferde das Heu unvollständig zerkaut und eingespeichelt wieder ausspucken. Das kann durchaus im Rahmen der veränderten Biomechanik der Zähne auftreten und gibt sich normalerweise nach einigen Versuchen.

Kraftfutter kann wie gewohnt nach einigen Stunden wieder gefüttert werden, wenn keine Zähne gezogen wurden. Wurden Zähne extrahiert ist eine Kraftfutterkarenz von 24h einzuhalten.

Sind keine Zähne gezogen worden, kann das Pferd am nächsten Tag wieder normal gearbeitet werden. Nach Wolfszahnextraktionen und Extraktionen ist es sinnvoll, das Pferd einige Tage gebißlos zu reiten oder nur zu longieren.

 

WELCHE "LECKERLIS" SIND NICHT ZU EMPFEHLEN?

Generell können Pferde, genau wie wir Menschen, Karies bekommen. Bedenkt man, daß Pferde sich nicht die Zähne putzen können , erscheint logisch, keine zuckerhaltigen Futtermittel zu geben. Das können Zuckerwürfel oder auch stark melassehaltige Kraftfutter sein. Der Zucker schadet dem Zahn, ebenso Brot, Bananen. Äpfel können durch den hohen Anteil an Fruchtsäure ebenfalls zu einer Schädigung/ Reizung führen. Unbedenklich sind Mohrrüben in geringer Menge (Belastung durch Nitrate)  (außer bei EOTRH)

Besonders bei Pferden, die bereits Schäden wie Karies oder starken Zahnstein oder auch EORTH haben, sollte auf oben genannte Futtermittel verzichtet werden. 

Kontakt

 

Heike Luckow-prakt. Tierärztin

Zahnbehandlungen-Osteopathie-Bioresonanz

Ihlbrock 7

49457 Drebber

 

+49 175 5972361

 

E-Mail

vet-osteo-luckow@hotmail.de

 

Nutzen Sie auch gerne unser Kontaktformular

Termine:  01755972361

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