TIERARZTPRAXIS HEIKE LUCKOW
HEIKE LUCKOW prakt. Tierärztin Zahnbehandlungen Osteopathie Bioresonanzbehandlung
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ZAHNBEHANDLUNG

WICHTIGE INFORMATIONEN ZUR ZAHNBEHANDLUNG

 

Zum Termin der Zahnbehandlung halten Sie bitte den Equidenpass Ihres Pferdes bereit und klären Sie bitte im Vorfeld, ob Ihr Pferd einen aktiven Tetanusschutz hat.

Ihren Equidenpass benötige ich, um den Status Ihres Pferdes (lebensmittelliefernd ja/nein) zu erfahren und zu dokumentieren.

Pferde, die nicht gegen Tetanus geschützt sind, können erst ca. 10 Tage nach erfolgter Impfung einer Zahnbehandlung unterzogen werden.

Zahnbehandlungen werden direkt nach der Behandlung abgerechnet, Sie haben die Möglichkeit, die Behandlung in bar oder per EC-Karte zu bezahlen. Selbstverständlich bekommen Sie eine Rechnung/Quittung über die bezahlten Leistungen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ab ca. 50km Anfahrtsweg nur Sammeltermine möglich sind, d.h mindestens 3 maximal 5 Pferde. Sollte das für Sie nicht realisierbar sein, dann nehmen Sie bitte kurz mit mir Kontakt auf.

 

ABLAUF EINER ROUTINEZAHNBEHANDLUNG

 

  • Erfragen des Vorberichts (Rittigkeitsprobleme, verändertes Kauverhalten, Gewichtsverlust) und eventueller Vorbehandlungen
  • Kennenlernen des Pferdes
  • Untersuchung des Herz-Kreislaufsystems und Beurteilung des Allgemeinzustandes
  • Adspektion und Palpation des Kopfes und der dazugehörigen Strukturen (Ausbildung der Kaumuskulatur/ Zustand der Lymphknoten), Untersuchung der Kiefergelenke auf eventuell vorliegende Schmerzen
  • Sedation
  • Untersuchung der Schneidezähne
  • Einsetzen des Maulgatters
  • manuelle/optische Untersuchung der Backenzahnreihen
  • Bearbeitung der Backenzähne mit einer Schleifmaschine, Behebung von Rampen/Haken/Stufen/ Wellen etc.
  • Nachbearbeitung zur Behebung aller noch vorhandenen scharfen Kanten
  • Nachuntersuchung der Backenzähne auf Karies / Paradontaltaschen/ Verletzungen der Wangenschleimhaut + Zunge mittels eines Zahnspiegels
  • Bearbeitung der Schneidezähne
  • falls vorhanden Extraktion von Wolfszähnen
  • Nachuntersuchung der seitlichen Verschiebbarkeit beider Kiefer gegeneinander und eventuelles Nachschleifen von Vorkontakten im Bereich der Backenzähne
  • Entfernen von Zahnstein
  • Beraspeln der Hengstzähne bei Vorliegen scharfer Kanten, die die Zunge verletzen könnten
  • Nachkontrolle des reibungslosen Gleitens der Kiefer
  • Befundaufnahme aller gefundenen Veränderungen und Austellen eines Zahnbehandlungsbogens

 

ANMERKUNG: bei schwerwiegenden Veränderungen ist es nicht immer möglich, diese in einer Behandlung zu beheben. Ein zu radikales Kürzen der Zähne kann zur Eröffnung der Wurzelkanäle und damit zum Zahnverlust führen, so daß in diesem Fall eine oder eventuell mehrere Nachbehandlungen im Abstand von 4-6 Monaten nötig sind.

 

 

ÜBERSICHT ZAHNPROBLEME

 

1. im Bereich der Backenzähne

  • Kanten (scharfe Spitzen im seitlichen Bereich der Zähne: Oberkiefer außen/ Unterkiefer innen)
  • Haken (Spitzen an der vorderen u/o hinteren Bereichen der Backenzähne)
  • Rampen
  • Stufengebiß
  • Wellengebiß
  • Meißelzahn
  • Diastema (Lücken zwischen den Zähnen, in denen Futter eingespießt ist und zu Zahnfleischentzündungen und Paradontaltaschen führen kann)
  • Karies
  • Frakturen
  • ATR
  • festsitzende Milchzahnkappen
  • fehlende/überzählige Zähne
  • fehlerhafte Winkelung der Backenzahnreihen

2. im Bereich der Schneidezähne

  • ungleiche Abnutzung= schiefe Ebene
  • zu lang
  • falsche Winkelung zum Kiefergelenk
  • Diastema
  • Karies
  • Zahnstein
  • Paradontosen
  • EOTRH
  • Über-/Unterbiss
  • Frakturen
  • scharfe Kanten
  • Fehlstellungen
  • Probleme beim Wechsel der Milchzähne

3. im Bereich der Hengstzähne

  • "blinde" Hengstzähne (Zahn ist angelegt, kann aber nicht durch das Zahnfleisch in die Maulhöhle stoßen)
  • zu lang
  • scharfe Kanten
  • Zahnstein
  • Karies
  • Frakturen

4. im Bereich der Wolfszähne

  • vorhanden
  • "blind"
  • Splitterreste nach Extraktion

 

INFORMATIONEN ZU EOTRH

EOTRH= Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis

Bei dieser lange Zeit nicht benannten Erkrankung handelt es sich um eine Erkrankung der Schneidezähne und in vielen Fällen auch der Canini (Hengstzähne).

Sie tritt meist bei älteren Pferden auf und ist durch hohe Schmerzhaftigkeit im Bereich der Schneidezähne gekennzeichnet.

Folgende Symptome deuten auf eine EOTRH-Erkrankung hin:

  • Probleme bei der Futteraufnahme, vor allem das Abbeißen z.B. von Mohrrüben ist erschwert oder unmöglich
  • gerötetes und entzündetes Zahnfleisch
  • starke Zahnsteinbildung und Geruchsentwicklung
  • Gewichtsverlust

Aufgrund der Schmerzhaftigkeit sind diese Pferde oft bei der Zahnbehandlung sehr wehrhaft und zeigen trotz Sedation und Schmerzmitteln deutliche Abwehrbewegungen.

Eine genaue Ursache der EOTRH ist bis heute noch nicht gefunden worden, mehrere Ursachen stehen in der Diskussion, so z.B. ein hoher Kaudruck auf den Schneidezähnen durch Winkelveränderungen mit zunehmendem Alter oder aber auch Durchblutungsstörungen des Zahnhalteapparates, generelle Erkrankungen oder ein genetischer Ursprung. Nach neuesten Erkenntnissen ist auch ein akut vorhandener Selenüberschuss ins Blickfeld der Diskussionen geraten.

Gleich ist der Ablauf der Erkrankung, sogenannte Freßzellen zerstören Zahnsubstanz und der Körper versucht diese durch Produktion von Zahnzement zu ersetzen. Dadurch kommt es zu knollenartigen Auftreibungen der Zahnwurzeln, zu Zahnfleischentzündungen mit Rückgang des Zahnfleisches, Lockerung des Zahnes im Zahnfach, Zahntaschen, Entzündungen mit Fistelbildungen, starke Zahnsteinbildung. Abszesse können enstehen und die Krankheit verkomplizieren.

Alle Stadien der Erkrankung sind zu sehen und können auch unterschiedlich lange bestehen bleiben, der zeitliche Ablauf der Erkrankung ist nicht vorherzusehen, so gibt es z.B. Pferde, die offensichtlich wenig bis keine Veränderungen haben, die aber, nur auf einer Röntgenaufnahme zu erkennen, sämtliche Schneidezähne im Bereich des Kiefers frakturiert haben.

Hieraus wird ersichtlich, wie wichtig eine Röntgenuntersuchung zur Diagnosefindung und für den richtigen Therapieansatz ist.

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es keine Heilung der EOTRH, d.h. es kann nur durch unterschiedliche Behandlungsmethoden versucht werden, die Erkrankung zu kontrollieren, oftmals ist aber eine Extraktion der erkrankten Zähne nicht zu vermeiden. Den Pferden geht es danach meist deutlich besser, Fressprobleme enstehen durch die fehlenden Zähne meist nicht. Lediglich die Zunge kann durch fehlende Zähne eventuell vorfallen.

Weidegang und Futteraufnahme sind auch ohne Schneidezähne problemlos möglich.

Die Pferde gewinnen deutlich an Lebensqualität, das Allgemeinbefinden bessert sich, sie nehmen oftmals wieder zu und leiden nicht mehr unter chronischen Schmerzen.

Kontakt

 

Heike Luckow-prakt. Tierärztin

Zahnbehandlungen-Osteopathie-Bioresonanz

Ihlbrock 7

49457 Drebber

 

+49 175 5972361

 

E-Mail

vet-osteo-luckow@hotmail.de

 

Nutzen Sie auch gerne unser Kontaktformular

Termine:  01755972361

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